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Sharon Harper
9. Dezember 2011 - 21. Januar 2012

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Die Galerie Stefan Röpke freut sich, die zweite Einzelausstellung der amerikanischen Künstlerin Sharon Harper vom 9. Dezember 2011 bis 20. Januar 2012, ankündigen zu können.

Die Ausstellung wird drei verschiedene Werkreihen der Künstlerin zeigen, die sie seit der Serie “Moon Studies And Star Scratches” produziert hat, “One Month, Weather Permitting”, “Twelve Hours From Winter To Spring” und “Sun/Moon”.
Die Arbeiten setzen die Analyse und das Experimentieren mit dem Phänomen des “Sehens” innerhalb und auch mit Hilfe des fotografischen Mediums, fort. Harper bleibt ihrer Arbeitsweise treu, sie richtet ihre Linse zum Himmel und in die Landschaft aus, um das Potential der Fotografie sowohl wissenschaftlich als auch ästhetisch zu nutzen. Einserseits ist die Fotografie ein Werkzeug der Dokumentation und des Festhaltens von visuellen Beweisen, andererseits bietet sie Möglichkeiten Bilder zu kreieren, die eine traumhafte Fantasie hervorrufen können.

“One Month, Weather Permitting” ist eine fotografische Serie von Bildern des Nachthimmels über Banff, Alberta in Kanada. Indem Harper verschiedene Belichtungszeiten an aufeinanderfolgenden Nächten anwendete, konnte sie die Bewegungen der Sterne dokumentieren. So erlauben die Zufälligkeiten der Lichtspuren auf dem Film den Zufall als wichtigen Aspekt des fotografischen Prozesses selbst hervorzuheben. Daraus resultieren Bilder, die sozusagen technisches Sehen sind, Betrachtungen des Nachthimmels sichtbar gemacht für das menschliche Auge mit Hilfe der Kamera und des Filmes.

“Twelve Hours From Winter To Spring” sind Landschaftsaufnahmen, die während eines Fluges von Fairbanks, Alaska nach Boston, Massachusetts über eine Zeitspanne von zwölf Stunden aufgenommen wurden. Obwohl die Bilder die Veränderungen der Landschaft, des Lichts und der Kulisse als Wandel des Ortes festhalten, ist auch die saisonale Veränderung, von Winter zu Frühling, veranschaulicht; ein Trick der Wahrnehmung, die trennt, was wir sehen von dem, wie wir Informationen in unserem Geist deuten. Des Weiteren werden die Abbildungen in Gitterform als einzelne großformatige Fotografie dargestellt, so dass die Frage aufkommt, ob es Dokumentation oder Erzählung ist. In Wirklichkeit kann es auch sein, dass es keines von beidem ist, da die Ästhetik der Künstlerin eine gleichberechtigte Rolle in der fertigen Präsentation spielt.

“Sun/Moon” ist die jüngste Serie Harpers und lenkt auch hier die Aufmerksamkeit auf den Akt des Sehens als zweiteiligen Prozess; einerseits der physikalische Akt der Reaktion auf einen viseuellen Reiz, andererseits der kognitive Akt der Wiedererkennung und Deutung. Indem Sharon Harper eine digitale Kamera mit einem Teleskop verbindet und so zahlreiche Bilder innerhalb weniger Sekunden schießt, sieht und versteht der Betrachter Dinge direkt (die Sonne und die Oberfläche des Mondes), die er ohne die Hilfe dieser vermittelnden Instrumente nicht hätte sehen können. Obwohl Verzerrungen und Reflektionen auch aus diesem Prozess resultieren können, erfodert die fortlaufende Darstellung der Bilder von Sonne und Mond die Erfahrung des Schauens und Analysierens; eine Metapher des “Sehens” als ein zusammengefasster Akt und dennoch flüchtig, denn er ist unvollständig und unterliegt dem Augenblick.

Sharon Harper wurde in New York geboren, lebt und arbeitet in Cambridge, Massachusetts. Sie ist Assistenzprofessor für Visuelle und Umweltstudien an der Universität von Harvard. Ihre Arbeiten wurden in vielen Einzelausstellungen wie im Whitney Museum für Amerikanische Kunst und dem Goethe-Institut in New York gezeigt. Daneben war sie Teil zahlreicher Gruppenausstellungen in Museen und Institutionen in den USA und Europa wie kürzlich im Nelson-Atkins Museum in Kansas City, dem Chelsea Art Museum New York, dem Houston Museum of Fine Art und dem Wallraf-Richartz Museum Köln. Außerdem finden sich Werke in der Ständigen Sammlung des Museum of Modern Art, dem Whitney Museum und Albright-Knox Museum, der Öffentlichen Bibliothek New Yorks, dem Portland Art Museum und dem Nelson-Atkins Museum, neben vielen anderen. Zahlreiche Auszeichnungen und Preise wie das kürzlich erhaltene Residency Fellowship am Banff Center in Kanada oder der erste Preis der Jury Auswahl am “Print Center” in Philadelphia ehren ihre Arbeit.


Eröffnung: 9. Dezember 2011, 18 – 21 Uhr.
Die Künstlerin wird anwesend sein.

Ausstellung: 10. Dezember 2011 – 20. Januar 2012
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